Über Messners verlorene Prozesse, Verdrehungen,

Widersprüche und Lügen

 

Nein, es geht nicht um Neid auf einen anderen oder dergleichen, sondern es geht vielmehr darum,  Messners verzerrte Darstellung von Geschehnissen zurechtzurücken und zu hinterfragen. Und ja, Reinhold Messner ist unbestritten ein großer Bergsteiger, aber leider auch ein Lügner und Verdreher von Fakten.  (In Anbetracht der haarsträubenden Widersprüche in seinen Büchern, Interviews und Filmen müsste er sich eigentlich selbst anklagen.)

 

Untermauert wird diese Feststellung - wenn auch nicht beabsichtigt - durch die Schilderungen in Peter Habelers  Buch „Der einsame Sieg“ und die von Dr. Oswald Oelz  in „Mit Eispickel und Stethoskop“: Sie rücken damit Reinhold Messners Strategie am Berg keinesfalls in ein besseres Licht!  Habeler schreibt u.a., dass Reinhold Messner am Weg zum Mount Everest mit ihm eine Abmachung traf, die lautete: „Sollte einem von uns in dieser Höhe etwas zustoßen, so müsste sich der Gesunde selbst retten“ (S. 193). Doch wie das Schicksal so spielt, musste Habeler dann Messner beim Abstieg vom Everest retten.

 

Bei der ersten gemeinsamen Expedition von Messner und Dr. Oelz 1972 zum Manaslu, stieg Messner während eines aufkommenden Sturms von Lager IV zum Gipfel auf. Franz Jäger konnte mit Messners Tempo nicht mithalten und stieg zum Lager auf 7400 Metern ab. Als Messner dann vom Gipfel abstieg, hörte er Franz Jäger mehrmals rufen und glaubte, dieser wäre im Zelt. Dort waren jedoch nur Andi Schlick und Horst Fankhauser, die schließlich auszogen, um Franz Jäger zu suchen. Messner blieb im Zelt zurück. Weil er am Gipfel gewesen war? Danach spielte sich am Manaslu ein weiteres Drama ab. Gleich zwei Tote gab es zu beklagen. Wo blieb dabei die Hilfeleistung von Messner?

 

 Jedenfalls lässt dieses Verhalten berechtigte Zweifel an seiner Integrität aufkommen. Dass er zudem ein schlechter Verlierer ist, das beweisen die Gerichtsurteile beim Landesgericht München von 1972.

Reinhold Messners Charakterzüge zeigen sich deutlich anhand der Geschehnisse rund um den tragischen Tod seines Bruders Günther 1970 am Nanga Parbat.  In unverdrossen rechthaberischer Manier schob er jegliche Verantwortung von sich ab und beschuldigte stattdessen den Expeditionsleiter und die Expeditionsteilnehmer der unterlassenen Hilfeleistung.

 

In der Folge löste Reinhold Messner eine Klagewelle unvorstellbaren Ausmaßes aus, welche es bislang in Bergsteiger-Kreisen noch nie gegeben hat. Letztendlich wurden jedoch alle Anschuldigungen Messners mit Bescheid der Staatsanwaltschaft beim Landesgericht München am 14. 03. 1972 abgewiesen. Auch musste er sein Buch „Die Rote Rakete am Nanga Parbat“ vom Markt nehmen.

Darüber hinaus beschuldigte Messner auch noch die Expeditionsteilnehmer Felix Kuen und Peter Scholz, ihm nicht geholfen zu haben! Wie es abgelaufen war, darüber berichtete Felix Kuen im Buch „Auf den Gipfeln der Welt“.  Mehr darüber auch unter diesem  Link:

 

- Sehr aufschlussreich ist Jochen Hemmlebs akribisch recherchiertes Sachbuch „Nanga Parbat – Das Drama 1970 und die Kontroverse: Wie die Messner-Tragödie zum größten Streitfall der Alpingeschichte wurde“ (Auszüge siehe unten).

- Auch Hans Saler schildert als Teilnehmer der Nanga Parbat-Expedition 1970 eindringlich die Geschehnisse von damals in seinem 2020 erschienenen Buch „Zwischen Licht und Schatten. Die Messner-Tragödie am Nanga Parbat“.

 

Auf jeden Fall fragt man sich schon,  wie schwer die Schuldgefühle  auf  R. Messner  lasten müssen, wenn er immer wieder – 30, 40 und jetzt sogar 50 Jahre nach Nanga Parbat – laufend neue und andere Versionen der damaligen Geschehnisse bei Vorträgen, Interviews usw. vorbringt!

 

Reinhold Messner gab am 30.11.1990 A. Müller ein Interview in der deutschen Wochenzeitung „Die Zeit“ und sagte  dabei: „Mein jüngerer Bruder ist 1970 durch meine Schuld umgekommen, er wurde höhenkrank und ist abgestürzt.“

 

Es zeigt sich, dass der in meinem Buch beschriebene (begründete) Verdacht des Dopings noch um vieles wahrscheinlicher geworden ist.

 

Mehr zu Messners Niederlagen vor Gericht (Bescheid der Staatsanwaltschaft beim Landesgericht München vom 14.03.1972) steht in den untenstehenden Auszügen aus dem Buch von Jochen Hemmleb „Nanga Parbat – Das Drama 1970 und die Kontroverse: Wie die Messner-Tragödie zum größten Streitfall der Alpingeschichte wurde“ .