Extrembergsteiger. Allroundalpinist. Bergführer.

 

(* März 1939 in Telfs, Österreich)

Im Alter von 18 Jahren kletterte Helmut Wagner bereits die schwierigsten Routen im Wetterstein-Gebirge und erwarb sich somit auch die Mitgliedschaft im Alpin-Klub „Die Karwendler“, Innsbruck.

 

Von nun an ging es steil bergauf.

 

Als Tiroler mit den Bergen vor der Haustür, trainierte er nicht im Klettergarten, er stieg in seiner Freizeit einfach auf die Berge. Mieminger, Wetterstein, Karwendel, Kalkögel, Wilder Kaiser, Stubaier-, Ötztaler- und Zillertaler-Alpen boten ausreichend Möglichkeiten, in Fels und Eis Erfahrung zu sammeln. In der Nachkriegszeit eignete er sich trotz geringer Mobilität und bescheidener Ausrüstung die notwendige Klettertechnik, Ausdauer, Erfahrungswerte und Kenntnisse in behelfsmäßiger Bergrettungstechnik an.

1959 kam er auf Einladung der ENSA für 14 Tage erstmals nach Chamonix. 1960 war das Jahr der Dolomiten. 1961 tratt Wagner beim Hauptverein des Österreichischen Alpenvereins eine Anstellung an, im Zuge dessen er mit der Kontrolle und bedarfsgerechten Ausstattung der 450 Schutzhütten des ÖAV und DAV mit Bergrettungsgerät betraut wurde. Von Vorarlberg bis Wien besuchte er infolgedessen alle 450 Hütten der 46 Gebirgsgruppen und bestieg dabei zahlreiche Gipfel. Gleichzeitig war Wagner sieben Jahre ehrenamtlicher Landesausbildungsleiter des Österreichischen Bergrettungsdienstes Tirol (ÖBRD Tirol). In seiner Freizeit stieg er im Sommer wie Winter auf Gipfel über Routen aller Schwierigkeitsgrade. Besonders hervorzuheben sind dabei die 1. Winterbegehung der Bettelwurf-Nordwand 1961, die Direkte Nordwand der Laliderer Spitze und die Laliderer-Nordverschneidung im Jänner 1964.

Als Teilnehmer der Himalaya-Expedition des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins 1975 bestieg Helmut Wagner mit Peter Vogler und Gerhard Baur als zweite Seilschaft den Yalung-Kang, 8505 Meter.

Seine bergsteigerische Ambitionen galten jedoch den Alpen, vor allem den Dolomiten und Westalpen mit den großartigen Anstiegen auf Gipfel mit Kalk und Granit im Schnee und Eis. Darunter waren die schwierigsten Routen und alle 4000er-Massive der Alpen.

 Ab 1976 widmete sich er verstärkt der von ihm gegründeten Bergsteigerschule "Wetterstein".

 

Auszeichnungen

 

Sportehrenzeichen des Landes Tirol 1978 (Medaille)

 

Sportehrenzeichen der Marktgemeinde Telfs

Hohe Munde

1954

Les Droites - Nordwand

1964

Yalung Kang  8505m

1975